Warum ist das Wasserzeichen in der Musik?

Die Meinungen gehen auseinander, wenn es um das Wasserzeichen (auf dieser Seite die Stimme, die regelmässig „Music by Toy Invention“ sagt) geht. Diese Maßnahme ist (leider) nötig, um zu verhindern, daß die Songs auf Seiten landen, die damit dann illegal Geld verdienen.
Zwar ist es für den Hörer sicherlich störend, wenn da ständig jemand in die Musik reinplappert, jedoch zeigt die Erfahrung, dass Piraterie im Internet eine ganz alltägliche Sache ist.

Manche Verkaufsplattformen generieren niedrig aufgelöste Vorschaudateien, was dann aber nach einiger Zeit auch ganz schön das Gehör strapazieren kann. Auf toyinvention.de sind alle Preview-mp3 in der Auflösung von 160 kbps; ein Kompromiss, der schon recht brauchbar klingt.

Unglücklicherweise erfordert das Hinzufügen eines Wasserzeichens zusätzliche Arbeit, aber die Musik kann nicht gestohlen und auf kriminellen Verkaufsplattformen zu Geld gemacht oder unlizenziert verwendet werden, was dann ziemlich unfair gegenüber den Leuten ist, die sie legal erworben haben.

Technisch versierte überlisten jedoch auch das Wasserzeichen. So ist es nur einer von weiteren Mechanismen, die als Vorsorge gegen unbefugtes Kopieren in Betracht kommen.

audio wasserzeichen

Eine wirksame Massnahme, die eigenen Aufnahmen mit einem zusätzlichen Schutz zu versehen, ist das sogenannte „Content-ID-System“. Hierbei werden die Stücke in eine Datenbank bei einem Content-ID-Dienstleister wie beispielsweise AdRev eingelesen, die dann auf YouTube kontinuierlich den Audioinhalt abgleicht. Wird das betreffende Musikstück gefunden, meldet das System einen Urheberrechtsanspruch. Unrechtmässig genutzte Musik (beispielsweise ohne erworbene Lizenz) kann dann nicht mehr in monetarisierten (mit geschalteten Anzeigen zum Geldverdienen versehenen) Videos genutzt werden.

Bei Rechteinhabern, die einen starken Bekanntheitsgrad haben, ist diese Vorsorgemaßnahme fast schon zwingend. Wer die Geschichte von Tim Mc Morris kennt, wird den Schritt zum Content-ID verstehen können. Interessierte können es hier erfahren (engl.). Denn die kriminelle Energie so mancher Zeitgenossen kennt bekanntlich keine Grenzen.

Das System birgt natürlich auch Nachteile. Kunden müssen sich nach der Lizenzierung der Musik und bei anschliessender Veröffentlichung auf YouTube mit der Prozedur des sogenannten „Withelistings“ befassen. Dabei wird dem Content-ID-Dienstleister mitgeteilt, dass der Nutzer des YouTube-Kanals eine Lizenz für das registrierte Musikstück erworben hat. Anschliessend kann er sein Video wie gewohnt monetarisieren. Das ist zwar lästig, aber auch kein unzumutbares Hexenwerk.

Die Musik auf dieser Seite ist nicht in einem Content-ID-Programm. Falls wider Erwarten dennoch Urheberrechtsansprüche nach einer Lizenzierung bei uns auf YouTube angezeigt werden sollten, nur die Ruhe. Eine kurze Mail an uns genügt – wir regeln den Rest. Nach spätestens 48 Stunden sollte der Hinweis verschwunden sein.

Spotify senkt die Wiedergabelautstärke auf -14 LUFS

Als bekannt wurde, dass der Streaminganbieter Spotify die Wiedergabelautstärke auf -14 LUFS (Loudness Units relative to Full Scale – Lautheits-Einheiten relativ zum digitalen Vollpegel) reduziert hat, dachte ich, dass doch noch alles gut werden kann und der sogenannte „Loudness War“ womöglich ein Ende hat. Warum das nicht nur aus Sicht der Musikschaffenden eine feine Sache ist, versuche ich hier in einfach verständlicher Form zu erklären.

Um zu erläutern, was es eigentlich mit dem Begriff „Loudness War“ auf sich hat, muss man zunächst verstehen, was in den letzten Jahrzehnten in der Musikbranche – meistens beim sogenannten „Mastering“ – stattgefunden hat.

Das Mastering ist der finale Schritt in der Musikproduktion. Der fertig gemixte Titel (in der Regel -6 bis -4 dB ausgesteuert) bekommt seinen letzten Schliff durch Klangveredelung und Verdichtung, um eine Lautheit zu erreichen, die nach Möglichkeit die der anderen Produktionen übertrifft. Man tritt so aus der Masse hervor und suggeriert eine scheinbar höhere Qualität. Denn subjektiv wird ein lauteres Musikstück auch als besser empfunden.

In der digitalen Musikproduktion ist die 0-dB Marke die absolute Obergrenze – und Produktionen, die auf dieses Maximum mit Hilfe von Kompressoren und Limitern exzessiv „platt gemacht“ wurden, besitzen in der Regel so gut wie keine Dynamik mehr. Um es anschaulicher zu machen, sind nachfolgend die Wellenformen eines ungemasterten Songs (also der Mix ohne nachfolgender Bearbeitung durch Limiter und Kompressor) oben sowie darunter der gleiche Song als gemasterte Version abgebildet.

Wie man deutlich sehen kann, sind die Pegelspitzen bei der gemasterten Version „abgeschnitten“ worden. Dabei ist dieses Beispiel noch nicht mal so extrem. Musik zu hören, die hochkomprimiert wurde, ist deutlich anstrengender und besitzt wie gesagt fast keine Dynamik mehr.

Gut – aber was heisst es denn nun im Klartext, wenn Spotifiy (und übrigens auch Apple Music, Tidal und Youtube) die Wiedergabelautstärke reduziert? Es bewirkt, einfach ausgedrückt, dass alle Songs, die dem Loudness War gefolgt sind, nun relativ leise abgespielt werden. Wobei hingegen die Stücke, die dynamisch abgemischt wurden, lauter werden. Wäre wünschenswert, wenn sich fortan wieder etwas mehr Dynamik durchsetzt und die Musik in ihrer Ursprungsform zu hören ist.

Wer die Thematik „Loudness War“ genau nachlesen möchte, findet auf folgender Seite einen guten Überblick (engl.):
Dynamic Range Loudness War

Sunkissed – der Sommer ist da!

Sunkissen-warmer Song für die Werbung

Wann immer auch eine warm klingende Untermalung benötigt wird, die intensiv aber unbeschwert nach Sommer klingen soll, liegt man mit „Sunkissed“ genau richtig.

Der mit reichlich Country-Flair angehauchte Mix aus spärlichen Vocals, Piano, Akustikgitarren, Schlagzeug und Violine liegt voll im Trend. Gemafreie Musik, die nicht billig klingt aber dennoch preiswert ist und sich für zahlreiche Anwendungen – insbesonders Werbung – hervorragend einsetzen lässt.

Kostenlose Musik!

Die neue Seite „Kostenlose Musik“ mit 21 neuen Songs bietet sich besonders für Projekte an, die gar nix kosten sollen oder einfach nur zur Unterhaltung. Eine erste Auswahl an Stücken aus zufälligen Genres und Themen soll hier nur den Anfang bilden.

Es finden sich neben jazzigen Hintergrundsachen auch Dance-Tracks oder Folk- und Popmusik. Alles absolut GEMA-frei und ohne Anmeldung ganz einfach herunterzuladen. Dabei ist die Verwendung sowohl in privaten als auch kommerziellen Projekten möglich. Limitierungen bestehen darin, daß die Songs – egal in welcher Weise – nicht weiterverkauft werden dürfen.

Darüber hinaus gilt die Beschränkung, die Musik nicht im Zusammenhang mit Gewalt, Rassismus, Beleidigung, Politik oder ähnlichen Dingen zu verwenden.

Die Seite mit den Songs findet ihr hier: Kostenlose gemafreie Musik!

Viel Spass beim Reinhören!

Logic-Tip „Latenzmodi und Timing“

Bei der täglichen Arbeit mit dem Sequenzerprogramm „Logic“ ist man stets bemüht, für jedes Stück das perfekte Timing zu finden. Damit meine ich nicht, dass jeder Song supergenau tight klingen soll, sondern dass vielmehr für jeden Song individuell das letzte Quäntchen an überzeugender Ausdruckskraft herausgekitzelt werden muss. Das ist speziell bei Timingangelegenheiten eine ganz knifflige Sache.

Wo bei einem Stück tödlich exaktes Timing genau auf den Punkt trifft, bewirkt es beim anderen unter Umständen eine ungewollte Sterilität, die dem Song eher schadet. So habe ich beim Vergleich der beiden Plug-In-Latenz-Modi „Spuren für Audio und Software-Instrumente“ sowie „Alle“ Unterschiede im Timing feststellen können. Gemeint ist hier das Timing aller Bestandteile des gesamten Arrangements zueinander bei der letztendlichen Ausgabe, also beim Bouncen.

Die Einstellmöglichkeit befindet sich im Menü „Einstellungen“ in der Abteilung „Audio“ und dort im zweiten Reiter „Allgemein“. Voraussetzung, diese Einstellmöglichkeit zu sehen, ist die Aktivierung der Option „Erweiterte Werkzeuge einblenden“ unter „Einstellungen – Erweitert“.

Einstellung Spuren für Audio und Software-Instrumente

Die Einstellung „Spuren für Audio- und Software-Instrumente“, die ich persönlich während des Einspielen der Software-Instrumente nutze, vergleiche ich immer auch mit der Einstellung „Alle“. Die feinen Unterschiede im Timing der jeweiligen Einstellung bewerte ich abschliessend für jeden Song neu. Bei einem Dance-Track beispielsweise kann die Einstellung „Alle“ dem Stück dann den letzten Schliff geben – muss es aber nicht. Dies kann man nur durch genaues Vergleichen in Bezug zu persönlichen Vorlieben für sich entscheiden.

Einstellung Alle

Die Unterschiede sind nicht immer leicht zu hören, jedoch habe ich diesen „Kontrollpunkt“ in meinen Arbeitsablauf schon komplett integriert. Natürlich wird dies dann in den „Notizen“, die eine wertvolle Arbeitshilfe sind, vermerkt. Denn wenn ich nach einigen Wochen den Song nochmals exportieren muss, bin ich froh, den Vermerk über die jeweilige Einstellung in meinen Notizen zu finden und ich nicht nochmal neu entscheiden muss. Vergleicht einfach mal die beiden Einstellungen bei einem fertigen Arrangement und macht euch selbst ein Bild.

Logic-Tip „Aufnahme behalten“

Du hast ein begnadetes, einzigartiges Solo gespielt und warst nicht im Aufnahmemodus? Nun, diese Funktion könnte die Rettung sein.

Logic zeichnet alle MIDI-Events auf und speichert sie in seinen Puffer, auch wenn keine Aufnahme stattfindet. Drücke einfach die „Aufnahme-Behalten“-Taste in der Steuerungsleiste und wie von Geisterhand erscheint dein Take im Arrangierfenster !!! Puh!

Die einzige Regel ist, dass du es sofort nach dem Stoppen tun musst. Drückst du allerdings „Play“, bevor du „Aufnahme behalten“ drückst, wird der Puffer geleert. Und dann ist das ultimative Solo weg für immer!

Button-Aufnahme-behalten

Um dieses Feature zur Steuerungsleiste hinzuzufügen, drückst du mit der rechten Maustaste in den oberen Kopfbereich Logics. Es öffnet sich ein Kontextmenü „Steuerungsleiste und Anzeige anpassen…“ – hier setzt du einfach ein Häkchen bei „Aufnahme behalten“.

Einstellung-Logic-Aufnahme-behalten

Mittlerweile arbeite ich (zumindest bei reinen MIDI-Aufnahmen) fast nur noch auf diese Art – jedoch mit dem Unterschied, dass ich ein Tastaturkürzel verwende.